Brust­diagnostik

Mammografie nach EU-Norm

Die Mammografie ist eine besondere Röntgenuntersuchung der Brust. Die Treffsicherheit der Mammografie liegt bereits für Mammakarzinome einer Größe

Als diagnostische Methode dient sie dazu, Hinweise auf krankhafte Veränderungen der Brust zu geben. Bei Verdacht auf Brustkrebs oder bei Knoten unklarer Ursache ist die so genannte „Klinische Mammografie“ derzeit die wichtigste Untersuchung.

Auch nicht tastbare Veränderungen kann die Mammografie sichtbar machen. Kleine in Grüppchen zusammen liegende Kalkherde (sog. Mikrokalk) sind Zeichen für Umbauvorgänge im Gewebe. Sie können erste Hinweise auf eine Vorstufe von Brustkrebs geben oder schon Teil eines bösartigen Tumors sein.

Ob es sich bei einem auffälligen Befund auf dem Röntgen­bild um Krebs handelt oder nicht, kann durch eine Mammo­grafie alleine jedoch nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden.

Wie alle anderen bildgebenden Verfahren liefert sie Informationen, die durch andere Untersuchungsverfahren, wie z.B. die Mammasonografie, ergänzt werden müssen, bevor durch eine histologishe Untersuchung, eine sichere Diagnose möglich ist.

Milchgangsdarstellung (Galaktografie)

Eine Milchgangsdarstellung wird nur dann durchgeführt, wenn eine pathologische Sekretion aus der Mamille (Brustwarze) vorliegt. Dabei wird mittels eines dünnen Kunststoffschlauches vorsichtig Röntgenkontrastmittel in den Milchgang instilliert.

Die eigentliche Auswertung dieser Maßnahme erfolgt dann über eine Mammografie. Suspekte Bereiche lassen sich als Milchgangserweiterungen und/oder unterbrochene Milchgänge darstellen.

Brustultraschall

Die Mammasonografie ist das wichtigste apparative Ergänzungsverfahren zur Mammografie. Ihre Aussagekraft ist besonders hoch in dichtem Drüsengewebe, in der die Empfindlichkeit der Mammografie eingeschränkt ist.

Des Weiteren dient sie zur Zielerfassung von solide erscheinenden Befunden, von dem man eine histologische Diagnose, mittels einer sog. Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeitsnadel), erwartet. Schmerzhafte Zysten lassen sich ebenfalls durch eine sonografisch gesteuerte Feinnadelpunktion entleeren.

Besonders wichtig erscheint uns die Ultraschalluntersuchung der Brust bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe und als Alternative zur Mammografie bei jungen Frauen und Schwangeren.